Schwachpunkt im Netz: Wie kann ein Brand alles lahmlegen? (2/6)
Shownotes
Am Samstagmittag kommt raus, der Strom wird nicht wie gehofft am Abend zurück sein. In Folge 2 des Podcasts gehen wir der Frage nach: Wie konnte ein einzelner Brand an einer Kabelbrücke überhaupt so verheerende Folgen haben? Und wir sprechen mit den Menschen, die bei Eiseskälte in ihren Wohnungen ausharren mussten und jenen, die verzweifelt versuchen Hilfsbedürftige zu evakuieren.
So wie Walther Seiler. Er leitet ein Hospiz, seine todkranken Gäste müssen schnell in Sicherheit. Doch als er den Notruf wählt, wird plötzlich klar, dass so schnell keine Hilfe kommen wird. Es schlägt die Stunde der freiwilligen Helfer, der Nachbarn. Die Menschen müssen sich selbst helfen.
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Recherche: Boris Buchholz, Alexander Fröhlich, Julius Geiler, Sonja Gillert, Christian Latz, Sebastian Leber, Kai Müller, Anke Myrre, Valeriia Semeniuk und Karsten Wiedemann
Skript: Sonja Gillert und Julius Geiler
Schnitt: Elisabeth Krafft, Hilda Lücker und Marvin Schwarz
Produktion, Sounddesign und Musik: Marvin Schwarz
Mitarbeit: Hilda Lücker, Melanie Probandt, Sandra Schumann und Morten Wenzek
Redaktion: Sidney Gennies und Sonja Gillert
Cover-Art: Manuel Kostrzynski
Ein Dank geht an Laura Himmelreich, Muhammad Abdi, Cristina Plett, Nassim Rad, Raissa Schreiner und Mascha Fouquet
Für das Sounddesign des Podcast wurde teilweise unterstützend KI eingesetzt.
Transkript anzeigen
00:00:02: Tagesspiegel.
00:00:06: Hier spricht
00:00:06: die Polizei Berlin.
00:00:08: Im Südwesten Berlins
00:00:09: ist es derzeit zu einem großflächigen Strom- und Heizungsausfall gekommen.
00:00:16: Ein Lautsprecherwagen der Polizei fährt durch die verschneite Fahrenheitsstraße in der Berliner Thermometer-Siedlung.
00:00:23: Das Blaulicht ist an dem trüben Samstag Nachmittag das einzige, was hier leuchtet.
00:00:29: Seit neun Stunden haben etwa hunderttausend Menschen im Bezirk Steglitz Seelendorf keinen Strom mehr.
00:00:36: Denken Sie an ältere
00:00:37: oder hilfsbedürftige
00:00:38: Nachbarinnen
00:00:39: und Nachbarn.
00:00:41: Fragen sie nach,
00:00:42: ob Hilfe benötigt
00:00:43: wird.".
00:00:44: Aus der Nachricht über einen Brand an einer Kabelbrücke ist in den letzten Stunden eine Großlage geworden.
00:00:51: Der Strom wird nicht wie anfangs erwartet am Abend wieder fließen sondern erst in fünf Tagen.
00:00:59: Mein Kollege Julius Geiler ist als Reporter in den Blackout-Gebieten unterwegs.
00:01:04: Er filmt in der Thermometer-Siedlung am Samstag Nachmittag ein kurzes Social Media Video.
00:01:09: Es ist eine relativ gespenstische Szenerie hier im Berliner Südwesten, auch zum Beispiel in diesem mehrgeschossigen Haus hinter mir funktionieren keine Fahrstühle, keine Heizung und kein warmes Wasser.
00:01:20: Es wird langsam dunkel, die Dämmerungen bricht an und die Anwohner sind zunehmend verzweifelt.
00:01:24: Ich hab mit einer Mutter gesprochen, die hatte Tränen in den Augen weil sie sich nicht informiert fühlt.
00:01:29: das Problem.
00:01:30: Das Handynetz ist komplett ausgefallen.
00:01:32: es gibt keinen Internet.
00:01:33: Um hier an Informationen zu kommen, ist man darauf angewiesen, dass die Polizei regelmäßig herumfährt.
00:01:41: Der Wetterbericht verschärft die Lage.
00:01:43: Polarluft?
00:01:44: Noch mehr Schnee und durchgehend Minusgrade!
00:02:23: Wie konnte das passieren?
00:02:33: In dieser Folge gehen wir den Fragen nach, die sich Anfang Januar viele Menschen in ganz Deutschland gestellt haben.
00:02:40: Warum legt ein Brand an einer einzigen Kabelbrücke gleich mehrere Stadtteile tagelang lahm?
00:02:46: Woher wussten die Täter überhaupt wie entscheidend diese Stelle ist und wie konnte im Umgang mit einer solch planbaren Krise so vieles so schnell so schiefgehen?
00:02:58: Und ihr erfahrt natürlich, wie es mit den Menschen weitergeht, die in Folge Eins schon kennengelernt habt.
00:03:04: Walter Seiler der Geschäftsführer des Hospices, der verzweifelt versucht, vierzehn todkranke Gäste in Sicherheit zu bringen und auf immer neue Hindernisse stößt.
00:03:13: Und Maren Schellenberg, Bezirksbürgermeisterin von Stegel-Zehlendorf, die eine Notlage managen muss, die dem Bezirk mit jeder weiteren Minute über den Kopf wächst.
00:03:28: nicht die Kapazitäten gehabt, eigentlich die ganze Zeit nicht um im gesamten Bezirk an jede Haustür zu klopfen.
00:03:37: Um dort zu erfragen ob da Hilfe benötigt wird und das war gerade für diese großen Gebäude mir sehr schnell klar und auch allen anderen.
00:03:47: Das könnte sich zum richtigen Problem auswachsen.
00:03:51: Deswegen beginnen wir diese Folge genau dort in den Großen Gebäuden in der Thermometer Siedlung.
00:04:02: Wenige Wochen nach dem Stromausfall fahren Sonja und ich dorthin zurück.
00:04:06: Die Siedlung umfasst rund sechzig Plattenbauten an der Celsius-Fahrenheitstraße, gebaut in den Siebzigerjahren.
00:04:13: Einige Bewohner bezeichnen die Gegend als Ghetto.
00:04:15: Der Rapper Flair ist hier aufgewachsen.
00:04:19: Eines der höchsten Gebäude hat zweiundzwanzig Stockwerke.
00:04:22: Zwei Aufzüge führen nach oben.
00:04:24: Gegenüber der Fahrstühle sitzt der Concierge eine Mischung aus Sicherheitsdienst und Hausmeister.
00:04:35: Er scheint fast jeden hier zu kennen.
00:04:53: Wir fahren mit einem der beiden Aufzüge, zwei ältere Bewohner steigen zu.
00:04:57: Darf ich Sie mal was fragen?
00:04:58: Wir sind vom Tagesspiegel und wir sind hier wegen des Stromausfalls vor über einem Monat, weil wir eine Reportage da drüber machen.
00:05:05: Die leben ja wahrscheinlich hier in dem Haus oder?
00:05:07: Ja, ja!
00:05:07: Ich
00:05:07: wohne hier seit den thirty-
00:05:09: acht Jahren.
00:05:11: Und in welchem Stockwerk leben sie?
00:05:13: Die sagen immer, die bieten einen Hilfe an.
00:05:16: Wo es?
00:05:16: was nützt mir nicht wenn dahinten alles leuchtet... Meinen Sie, ich gehe
00:05:19: zwanzig
00:05:20: Etagen
00:05:20: runter
00:05:21: um da mir irgendwas zu holen oder zu fragen?
00:05:23: Der Fasche ist ja auch nicht gefahren.
00:05:24: Nee,
00:05:25: alles nicht mehr
00:05:26: und vor
00:05:26: allen Dingen den Schlimmste eigentlich auf.
00:05:28: die Treppenhaus hat kein Licht.
00:05:29: Und Heizung ist auch rausgefallen, ne?
00:05:31: Alles war aus!
00:05:34: Wenn man Albrecht Bräume zuhört dem Katastrophenschutzexperten und früheren THW-Präsidenten hatten die Bewohner der Thermometer Siedlung Glück.
00:05:43: Aus dem Aufzug kann nach kurzer Zeit keine Notrufe mehr abgesetzt werden.
00:05:48: Die Leute hängen in der Kabine, es ist dunkel und die wissen nicht wie lange es dauert.
00:05:52: Und sie können sich nicht rühren!
00:05:54: Wenn man dann meint, wenn man wartet bis die da verhungert sind, dann ist das nicht die beste Lösung sondern da müssen natürlich die Betreiber dieser Aufzüge von sich austätig
00:06:04: werden.".
00:06:06: Die Feuerwehr habe bei einer solchen Notlage genug anderes zu tun.
00:06:10: Die Aufzügen sind aber nicht das einzige Problem.
00:06:13: Nach einem größeren Strobausfall hat man im Hochhaus ab dem zehnten Stock kein Wasser mehr.
00:06:19: Weil die Verstärkungspumpen nicht gehen, dann hat man auch da keinen
00:06:22: Abwasser.".
00:06:24: Bei den Menschen in der Thermometer-Siedlung ist die Erinnerung an den Blackout noch frisch – auch die Wut einiger Bewohner, dass so etwas in Berlin überhaupt passieren kann!
00:06:36: Wie war das möglich?
00:06:37: Woher konnten die Täter wissen, dass hinter der unscheinbaren rostroten Hütte am Kleingartenkolonie entscheidende Kabel verlaufen?
00:06:46: Und kann das auch in anderen deutschen Städten passieren?
00:06:49: Um das zu verstehen, treffen wir Kai Strunz zum Interview.
00:06:53: Er ist Professor an der Freien Universität Berlin – sein Fachgebiet, Energieversorgungsnetze und Integration erneuerbarer Energien.
00:07:01: Als Struns am dritten Januar von dem Stromausfall hört, überrascht ihn das überhaupt nicht!
00:07:12: in Berlin und Südwesten herbeiführen kann.
00:07:18: Solche sensiblen Daten sind in Deutschland erstaunlich leicht zu finden.
00:07:24: Auf Plattformen wie Open-Infra-Map ziehen sich feine Linien über die Landkarte, Höchstspannungsleitung, Hochspannung, Mittel- und Niederspannungskabel.
00:07:34: Letztere bringen den Strom bis zur Steckdose.
00:07:38: Insgesamt siebenundvierzig Mal könnte man unseren Planeten mit all den Kabeln umwickeln
00:07:44: Wenn man das Kraftwerk lichter Felde in einer dieser Karten sucht, sieht man drei dünne grüne Linien über ein Kanal führen.
00:07:51: Fährt man mit der Maus darüber steht da Freileitung hundertzehn Kilowollt.
00:07:56: Betreiber Stromnetz Berlin.
00:07:59: Eigentlich strebt man eine Ringstruktur an Versorgung von zwei Seiten.
00:08:04: An der Kabelbrücke sieht man aber kein Ring sondern eine Stichleitung.
00:08:09: Durch Zerstörung dieser Stich Leitung war also tatsächlich ein Blackout nicht zu vermeiden.
00:08:16: Und das war eben auch aus den öffentlichen Daten
00:08:19: ersichtlich.".
00:08:22: Die Karten basieren übrigens auf Daten, die Netzbetreiber veröffentlichen müssen – zum Beispiel bei behördlichen Planungsverfahren oder Umweltprüfungen.
00:08:31: Die eben erwähnte Stichleitung ist das was man unbedingt vermeiden will!
00:08:35: Denn es gilt ...
00:08:39: Das ist eine Alltagsweisheit und man kennt diese auch als Murphy's Gesetz Und in der Energieversorgung hat sich diese nicht nur einmal bewahrheitet.
00:08:49: So wie auch hier am Telto-Kanal, um einen Blackout zu verhindern braucht es Redundanz das N minus eins Prinzip.
00:08:58: Das bedeutet fällt eine Leitung aus muss es eine weitere geben die die Versorgung übernehmen kann.
00:09:04: Doch dieses Prinzip ist nur für das Höchstspannungsnetz vorgeschrieben und nicht für die Verteilernetze in den Städten.
00:09:12: Am Telto-Kanal gab es sogar zusätzliche Kabel, aber die verliefen alle gebündelt über ein und dieselbe Brücke.
00:09:22: Verwundbare Punkte gibt's überall in Deutschland.
00:09:25: Berlin steht im deutschen Vergleich sogar guter.
00:09:28: Neunundneinzig Prozent der thirty-fünftausend siebenhundert acht Kilometer Stromleitung liegen geschützt unter der Erde.
00:09:36: Problematisch sind im deutschen Stromnetz neben Kabelbrücken noch andere Punkte dort, wo Freileitungen beispielsweise von Strommasten in den Boden übergehen.
00:09:46: Die Kabel sind relativ einfach zugänglich und hier sind tatsächlich Einhausungen, Kameraüberwachung empfehlenswert, denn sonst sind diese Punkte tatsächlich einfache Anschlagstiele.
00:10:01: Genau das haben Täter im September, twenty-fünfundzwanzig an anderer Stelle in Berlin ausgenutzt.
00:10:07: An zwei Strommasken wurde ein Feuer gelegt Eben an genau so einem Übergangspunkt.
00:10:13: Drei Tage lang waren fünfzigtausend Haushalte und Gewerbe ohne Strom, der wirtschaftliche Schaden ist
00:10:18: enorm.".
00:10:20: Ein Überblick über den Zustand und die Sicherheit des gesamten deutschen Stromnetzes zu bekommen – das ist schwierig!
00:10:28: Die Zuständigkeiten sind nämlich zersplittert.
00:10:30: Mein Kollege Carsten Wiedemann leitet den Experten-Newsletter Tagesspiegel Background Energy.
00:10:36: Er erklärt die Struktur so...
00:10:39: Es gibt sozusagen auf der obersten Netzebene die Übertragungsnetzbetreiber, das sind Fünfzig-Herz hier in Berlin, Amprion-Tennet und Transnett-BW.
00:10:46: Die sind für die großen Teile des Stromnetzes zuständig, für die Höchstspannung.
00:10:50: Und dann für die Netze, die auch an die Städte führen, da sind die Verteilendetzbetreber verantwortlich.
00:10:55: Da gibt es tatsächlich achthundertfünfzig einzelne Unternehmen in
00:10:58: Deutschland.".
00:11:00: Diese achthundertfünftig Unternehmen
00:11:02: –
00:11:02: teils privat, teils kommunal – sind auch für die Sicherheit des Strom netzes zuständig!
00:11:14: In der Hauptstadt gibt es noch eine Besonderheit.
00:11:16: An der Grenze zwischen Berlin und Potsdam saßen Menschen in manchen Straßen auf der Berliner Seite im Dunkeln, auf der Brandenburger Seite gab es Strom.
00:11:25: Das hat historische Gründe.
00:11:27: Durch die Trennung von DDR und West-Berlin gibt es zwei Netze.
00:11:31: Es wird noch Jahrzehnte dauern bis sie vollständig verschmolzen sind.
00:11:37: Das Stromnetz ist nicht das einzige dass Berlin und Brandenburg trennt.
00:11:41: Das erfährt an diesem Samstag auch Walter Seiler, der Geschäftsführer des Diakonie-Hospits in Wannsee.
00:11:47: Seine Gäste können nicht einfach zu Verwandten ziehen oder ins Hotel – sie müssen evakuiert werden!
00:11:53: Seiler wählt am Frühnachmittag den Notruf.
00:11:58: Und dann sagt er zu mir, wir sind nicht für Sie zuständig.
00:12:05: Dann sag ich ja wieso denn nicht?
00:12:07: Wir sind hier in Brandenburg und haben einen Funkmasten in Klein-Machnur erwischt.
00:12:10: Können Sie mich verbinden?
00:12:11: Nein das geht leider nicht!
00:12:13: Was mache ich jetzt?
00:12:14: Fahren sie mal irgendwo wo sie Berliner Funktnetz haben, dann kommen sie auch bei der Berliner Rettungsleitstelle
00:12:18: raus.".
00:12:19: Seiler überlegt wie er in das richtige Netz gelangen kann...
00:12:24: halbstündlich tatsächlich nach Zehlendorf Mitte.
00:12:27: Da gab es einen Punkt, wo Empfang war hin und her gependelt zwischen Hospiz und Zehldorf Mitte, hab immer wieder mit der Leitstelle telefoniert, hab hier dann wieder abgestimmt wie geht's?
00:12:35: Und das waren sehr aufregende
00:12:36: Nachmittage.".
00:12:38: Auf gewisse Notfälle sei das Hospiz vorbereitet – aber nicht auf ein so langen Stromausfall!
00:12:45: Akkus, die Notstrombeleuchtung für wenige Stunden sicherstellen.
00:12:48: Wir haben Akkus die für wenigen Stunden auch das ist ja relevant den PC sicherstellen.
00:12:53: da steht alle Informationen drin Medikamente für die Gäste und so weiter.
00:12:57: Das ist alles nur auf kurze Zeit ausgelegt.
00:13:01: Alle Rettungskräfte seien sehr engagiert gewesen.
00:13:04: allerdings hat Seiler den Eindruck Die Situation war für alle überfordernd Und nicht jeder hat den Ernst der Lage Für die Hospizbewohner verstanden.
00:13:12: Psychosozial war es bestimmt extrem prekär, weil die Menschen sowieso in Todesangst sind oder einfach wenig Lebenszeit noch haben und dann nicht wissen was passiert jetzt.
00:13:21: Das war schon echt schwierig.
00:13:27: Während Seiler weiter versucht vor Einbruch der Nacht alle Hospizgäste ins Warme zu evakuieren arbeiten auch die Techniker des Netzbetreibers Stromnetz Berlin gegen die Zeit.
00:13:37: Sie müssen schnell antworten auf die entscheidende Frage finden Wie kann der Strom wieder fließen?
00:13:43: Das Ausmaß der Zerstörung an der Kabelbrücke ist immens.
00:13:47: Unter anderem wurden fünf Hochspannungskabeln beschädigt, diese Hochspanungskabel bestehen jeweils aus drei einzelnen Kabeln und die einzelne Kabel sind ungefähr so dick wie ein Unterarm.
00:13:59: Das ist Henrik Beuster, Sprecher von Stromnetz Berlin.
00:14:01: Ihr habt ihn in Folge eins schon kennengelernt!
00:14:04: Beim Interview hat er ein Stück eines solchen Kabels dabei.
00:14:07: In der Mitte glänzt leitendes Kupfer – so breit wie ein Euro-Stück.
00:14:12: Drumherum mehrere Schichten Kunststoff.
00:14:15: Wenn das vorher diesen Kunststoffteil kaputt macht, dann gibt es irgendwann einen Kurzschluss und der Kurzschluß sorgt dafür, dass die Leitung auslöst sagen wird.
00:14:24: Das heißt also, sie ist nicht mehr nutzbar.
00:14:31: Ein kurzer Hinweis in
00:14:32: eigener Sache!
00:14:33: An diesem Podcast haben viele Journalistinnen des Tagesspiegels mitgearbeitet.
00:14:38: Solche Recherchen sind Teamarbeit und brauchen Zeit und Ressourcen.
00:14:43: Wenn ihr tiefgehenden und unabhängigen Journalismus unterstützen möchtet, dann könnt ihr das mit einem Tagesspiegel-Abo machen.
00:14:50: Damit ermöglicht Ihr Podcasts wie diesen – und ihr hört als Abonnenten die nächste Folge von hundertvier Stunden Blackout schon eine Woche früher!
00:15:00: Mehr Infos findet ihr unter tagesspiegel.de slash podcastabo und natürlich in den Shownotes
00:15:16: Und das im Freien und bei Frost.
00:15:18: Die Techniker versuchen, die zerstörten Kabel mit Mofen zu verbinden.
00:15:22: Klingt eigentlich recht simpel!
00:15:25: Das muss man sich vorstellen wie so große Lüsterklemmen.
00:15:27: Uns sind zwei Meter lang... ...und sie müssen von Hand gebaut werden, von unseren Kollegen aus Einzelteilen in einem staubfreien Raum, bei Plusgraden.
00:15:35: also ordentlich Herausforderungen.
00:15:38: Darauf will man sich nicht verlassen.
00:15:40: Ein zweiter Reparaturversuch beginnt fünf Kilometer von der Kabelbrücke entfernt an der Argentinischen Allee in Zehlendorf.
00:15:47: Dort ist eines dieser Umschweinwerke, was nicht mehr versorgt war.
00:15:51: Und da hatten wir dann die Möglichkeit aus zwei Kabeln, die dort normalerweise das Umscheinwerk verbinden, dann eins zu machen.
00:15:57: Wir
00:15:57: haben sie sozusagen
00:15:58: missbraucht an der Stelle um eine Umleitung zu
00:16:01: bauen.".
00:16:02: Doch dafür müssen die Techniker an die Kabel erstmal herankommen!
00:16:05: Der gefrorene Boden muss ausgehoben werden in der Größe eines Lkw.
00:16:10: Hundertsiebzig Spezialisten werden tagelang in drei Schichten arbeiten.
00:16:16: Die Reparatur ist komplex und es braucht extrem viel Know-how.
00:16:21: Mein Kollege Carsten Wiedemann hat über den Fall mit einem größeren Energieversorger gesprochen, der hat ihm Folgendes dazu
00:16:28: gesagt ... Wenn wir uns jetzt vorstellen, es wird gezielten eine Attacke geben an fünf, sechs, sieben Stellen irgendwo in Deutschland dann müsste man ihn priorisieren.
00:16:36: das ist ebenso.
00:16:37: auf so ne massive Attackel könnte man nicht reagieren.
00:16:43: Am dritten Januar setzt um sechzehn Uhr die Abenddämmerung ein.
00:16:47: Die erste Nacht ohne Strom steht bevor.
00:16:51: Im Rathaus Seelendorf stößt man bei der Planung von Notunterkünften auf ein unerwartetes Problem, die Schlüssel.
00:16:59: An einer Stelle sagte man, wir können noch in die Sporthalle der Zinnowalsschule und zufällig war eine Dame aus dem Krisenstab, hatte dort gerade Training gehabt und hat gesagt ich hab den Schlüssel!
00:17:12: Dann hatten wir den schon mal für eine andere Schule oder für ne andere Sporthalle haben wir dann gesagt, ja der Schlüssel muss beim Fördner hängen und da hing aber kein Schlüssel so dass man erst noch mal Sportamt informieren musste um dort den Schlüssel zu besorgen um überhaupt die Sportheilen erstmal aufzukriegen.
00:17:33: Es geht am Samstag auch darum schnell die Menschen zu finden die sich nicht selbst helfen können.
00:17:39: Das war eigentlich auch die ganze Zeit unsere größte Sorge.
00:17:43: wie kommen wir an diejenigen ran?
00:17:46: auf die Straße gehen können, Nachbarn sprechen sondern die wirklich akute Hilfe brauchen.
00:17:53: Die Hoffnung im Rathaus ist dass die Pflegedienste wissen wo Menschen leben die sich nicht selbst helfen können.
00:18:00: Menschen wie Andreas Thompson aus Folge eins er wäre fast erstickt.
00:18:05: zusammen mit Rettungskräften und Hilfsorganisationen versucht man an diese lebenswichtigen Informationen ran zu kommen.
00:18:13: Für Albrecht Brömme ist genau bei diesem Thema eine gute Krisenvorbereitung der Bezirke entscheidend.
00:18:19: Denn das könnten die Rettungskräfte allein nicht leisten.
00:18:23: Angehörige oder Freunde könnten Hinweise geben, aber eine Hotline dafür ist beim Bezirk am Samstag Nachmittag noch nicht eingerichtet.
00:18:32: Damit alle Hilfsbedürftigen gefunden werden, braucht es laut Brömma Vorsorge-Listen mit Namen und Adresse.
00:18:38: Wir haben eine gute Chance wie seit Langem nicht dass wir jetzt mal endlich ein paar Themen so anpackt, dass sie auch ordentlich erledigt werden.
00:18:47: Wie zum Beispiel das ein freiwilliges Register eingeführt wird auf das der Staat zugreifen kann wo sich Einbeatmete und andere intensiv betreute Patienten die zu Hause sind melden können.
00:19:00: Das muss natürlich gepflegt werden von wem auch
00:19:03: immer.".
00:19:05: Bisher scheitere dieses Vorhaben vor allem am Datenschutz.
00:19:09: Es fehlt nur noch, dass die Feuerwehr, wenn sie angerufen wird nicht mehr erfahren darf wo es brennt weil das Datenschutzgründe dagegen sprechen.
00:19:17: Brömme erzählt von einer Frau, die den Stromausfall nur dank ihrer Nachbarn überlebt hat.
00:19:22: Eine Frau Mitte vierzig, die nach dem Sportunfall im Rollstuhl sitzt Die wacht auf Telefon geht nicht, Licht geht nicht Rolleriten geht nicht hoch Treppenlift geht nicht.
00:19:35: Und ich hatte noch eine halbe Flasche Wasser gehabt.
00:19:37: und die lebt alleine in der Villa und hatte fürs Wochenende den Pflegedienst abbestellt, damit er mal frei hat.
00:19:45: Die hat Angst gehabt, dass sie
00:19:46: verdurstet.".
00:19:48: Letztlich waren es die Nachbarn, die an sie gedacht und ihr geholfen haben.
00:19:52: Diese Hilfsbereitschaft der Menschen trägt schon den ersten Tag des Blackouts.
00:19:57: Hilfsorganisationen aber auch Sportvereine, Kirchengemeinden und eben Nachbaren – viele Menschen helfen spontan!
00:20:04: Sie klopfen an Türen, bringen Wärmflaschen und heißes Wasser vorbei oder bieten ein warmes Bett für die Nacht an.
00:20:12: Auch für Walter Seiler und seine Hospizgäste sind nach den Stunden des Bangs nicht die zuständigen Katastrophenschutzverantwortlichen die erste Hoffnung sondern ein unbürokratisches Hilfsangebot.
00:20:24: Im Manuel Krankenhaus in Berlin-Wanze war er auch betroffen aber im Krankenhaus hat der Notstrom akkrikt gerade ich habe meinen Kollegen Kontakt aufgenommen Und die haben sehr schnell signalisiert, wir haben eine Station frei.
00:20:35: Ihr könnt kommen, wir machen
00:20:37: frei.".
00:20:38: Es könnte sofort losgehen mit der Evakuierung.
00:20:41: Jetzt war die Frage wie?
00:20:43: Dann kam jemand vom Rodengreuz und hat gesagt, wir ham jetzt grad keine Kapazitäten.
00:20:47: Nutzen Sie mal Ihre eigene Ressourcen!
00:20:49: Ich hab gesagt, welche eigenen
00:20:50: Ressorcen?!
00:20:51: Hier im zweiten Stock schwerstkranke sterbende Menschen krieg ich ja nicht bis Treppenhause aufzuklingen.
00:20:57: Angehörige und ehrenamtliche Helfer kommen vorbei um den Hospizbewohnern beizustehen.
00:21:03: Gegen neunzehn Uhr treffen dann endlich vier Rettungswagen und einen Intensivrettungswagen ein.
00:21:08: Als es losging, mussten die alle durchs Treppenhaus getragen werden.
00:21:12: Da ging bei vielen der Puls ganz schön hoch und das war auch sehr ... ist nicht schöner an so einer Trage da durchs Trennbaus getragen zu werden aber da muss ich sagen waren die Rettungskräfte sehr einfühlsam und freundlich und haben individuell auf jeden einzelnen Charakter reagiert.
00:21:26: Das war echt gut!
00:21:28: Die Evakuierung ist eine Grenzerfahrung.
00:21:31: Mit Glück überleben alle der vierzehn Hospizgäste den Transport.
00:21:35: Die Nacht und auch die nächsten vier Tage können sie im Warmen verbringen, auf der leeren Station des Emanuel-Krankenhauses.
00:21:45: Samstagabend fahre ich durch die strommlosen Stadtteile.
00:21:48: Supermärkte und Restaurants sind geschlossen.
00:21:50: Automatische Türen, Kühlung und Kassen funktionieren schließlich nicht.
00:21:54: Schon von Weitem ist in der Dunkelheit ein Scheinwerfer zu sehen – ein mobiler Notrufannahmepunkt der Feuerwehr!
00:22:01: Auch am Mexiko-Platz, direkt an der S-Bahn-Station entsteht ein solcher Anlaufpunkt.
00:22:06: Tatjana und Kai Ehrenschneider wohnen hier mit Blick auf den verschneiten Platz.
00:22:10: Sie haben tagsüber in anderen Berliner Stadtteilen versucht sich für die kalte Nacht zu versorgen.
00:22:16: Campinkocher waren alle ausverkauft,
00:22:20: die Generatorenwalle ausverkofft, die normalen so
00:22:24: größere Herde mit Gasbetrieb waren auch alle aus verkauft.
00:22:27: also man hat eigentlich nichts mehr bekommen Als die Ehrenschneiders samstagabend mit der S-Bahn nach Hause zurückfahren wollen, kommen sie nicht weit.
00:22:34: Also wir mussten
00:22:35: zählen noch raus und dann war so ein kleines Chaos.
00:22:38: ne?
00:22:38: Dann wussten wir nicht mein Scheiß!
00:22:39: Wie kommen wir denn jetzt nachhause?
00:22:40: irgendwie?!
00:22:41: Ja.
00:22:42: Mittlerweile halten in den betroffenen Gebieten nicht einmal mehr die S-bahn wegen ausgefallener Bahnsteigbeleuchtung.
00:22:49: Erst spät, mit Bussen und dann zu Fuß erreichen die Ehrenschneiders ihr Zuhause.
00:22:54: Das war ein ganz unwohles Gefühl.
00:22:56: Da
00:22:57: sind wir langgelaufen und haben
00:22:58: dann schon hier
00:22:59: und da vereinzelt
00:23:00: so
00:23:01: Kerzenschein in den einzelnen
00:23:03: Fenstern
00:23:03: gesehen, dachten, ah, da muss jemand auch leben!
00:23:07: Ja, er
00:23:08: ist Licht... Ich fahre abends noch durch die dunklen Willenviertel von Nikolas See.
00:23:14: Da sehe ich Menschen, die ihre Autos bepacken um ins Warme auszuweichen.
00:23:19: Andere bleiben wohl auch aus Angst vor Einbrechern.
00:23:22: An einer mehrstöckigen Villa piept eine Alarmanlage.
00:23:26: Ich bilde mir ein, den schwachen Schein einer Taschenlampe zu sehen.
00:23:29: Der Hausbesitzer der seine Sachen packt oder werde ich hier tatsächlich Zeuge eines Einbruchs?
00:23:35: Ich rufe dann die
00:23:36: Polizei.".
00:23:39: Um die dunklen Gegenden sicherer zu machen, kreisen mittlerweile Polizeihubschrauber über Berlins Südwesten.
00:23:46: Denn so einen Stromausfall zieht nicht nur Menschen an, die helfen wollen.
00:23:50: Dreihundert Polizisten sind im Einsatz – insgesamt werden es in den Stromausfaltagen zehntausend Kräfte sein!
00:23:56: Dazu hunderte Feuerwehrleute und mehr als tausend Fünfhundert Mitarbeitende des Technischen Hilfswerks.
00:24:03: Katastrophenexperte Brömme zieht ein Fazit.
00:24:06: Das war ein Rieseneinsatz, die haben auch gute Arbeit geleistet.
00:24:11: Es waren etwa vier Prozent der Oberfläche Berlins betroffen.
00:24:15: Es war fünfzig Prozent der Feuerwehre im Einsatz, zwanzig Prozent der Polizei.
00:24:20: Finde den Unterschied!
00:24:22: Der Blackout zeigt, schon ein begrenztes Ereignis fordert das System enorm.
00:24:27: Dabei ist es ein viel größeres Szenario auf das man laut Brömmer eigentlich vorbereitet sein müsste.
00:24:34: Was ist denn wenn wirklich mal für ganz Berlin für zehn Tage der Strom ausfällt?
00:24:42: Am Abend sieht man Maren Schellenberg im Interview in der RBB-Abendschau.
00:24:46: Sie steht angeleuchtet von der Kamera direkt vor dem Rathaus
00:24:58: Für einen einzelnen Bezirk mit einem bezirklichen Katastrophenstab.
00:25:03: Schellenberg hat mittlerweile das Rathaus selbst zur Notunterkunft gemacht, im Bürgersaal werden sechzig Feldbetten aufgestellt.
00:25:10: Auch das Coldsport-Center.
00:25:11: im Hüttenweg funktionieren rote Kreuz und Bezirke zu einer Unterkunft um.
00:25:15: Im Verlauf des Abends stehen dann tatsächlich siebenhundert Feldbetton bereit.
00:25:20: Es gibt genug Ausweichmöglichkeiten für die Nacht.
00:25:22: Zumindest für Allene, die trotz Internet- und Handyausfall davon erfahren haben.
00:25:32: Der zweite Tag ohne Strombericht an Für die Polizei gab es in der Nacht einiges zu tun.
00:25:37: Jemand versuchte einen Supermarkt aufzubrechen.
00:25:40: Auch ein gestulner Wagen wird sichergestellt Im Kofferraum Hydraulik-Spreitsgeräte.
00:25:46: Doch es gibt auch eine gute Nachricht an diesem Morgen An der Brandstelle haben es Mitarbeiter von Stromnetz Berlin tatsächlich geschafft einige Kabel zu flicken.
00:25:55: Siebentausend Haushalte haben beim Frühstück wieder heißen Kaffee und Licht.
00:25:59: Darunter auch diejenigen, um die sich Bezirksbürgermeisterin Schellenberg besonders gesorgt hat – Die Menschen in den Hochhäusern der Thermometer-Siedlung in lichter Felde.
00:26:10: Dort hat zumindest der Konziage aus dem Stromausfall eine eigene Lehre gezogen.
00:26:14: Er präsentiert uns bei unserem Besuch wochen später seine neuste Anschaffung Ein rotes Kurbelradio.
00:26:35: Am vierten Januar, dem zweiten Tag des Black Outs beschäftigt aber noch eine Meldung die Menschen.
00:26:41: Im Internet taucht ein Bekennerschreiben auf.
00:26:44: Tatsächlich haben wir schon am dritten Januar, also am
00:26:48: Samstag Nachmittag
00:26:49: auch dazu kommuniziert dass unserem Startschutz ein mutmaßliches Bekenner schreiben vorliegt das die Authentizität geprüft wird.
00:26:57: Es gab ja in den Folgetagen weitere
00:27:00: Schreiben die aufgetaucht
00:27:01: sind.
00:27:03: Das erste Schreiben von dem Polizeisprecher Martin Strahlaus spricht erreicht nicht nur die Polizei sondern landet auch in den E-Mails mehrerer Medien und am Sonntag schließlich in Linksextrem Foren Ein Text, der viele Gerichte befeuert.
00:27:17: Ist es authentisch?
00:27:19: Und wer genau sind die Absender – eine Vulkangruppe?
00:27:23: Es wurden überhaupt keine Spuren hinterlassen und auch keine DNA-Spuren gefunden.
00:27:28: Also das sind schon bestimmte Vorgehensweisen, die in der linksextremistischen Szene in Handbücher nachzulesen sind.
00:27:36: Wer unsere kritische Infrastruktur angreift was darüber bekannt ist Darum geht's in der nächsten Folge.
00:27:43: Und es geht um die Frage, wie lang kann der Bezirk diesen Stromausfall mitten im Winter überhaupt noch bewältigen?
00:27:50: Die Hilfsorganisationen haben mir gesagt, pass mal auf.
00:27:54: Wir kommen erstens an unsere Grenzen und zweitens ich habe meine Ehrenamtlichen jetzt hier noch am Sonntag aber spätestens um null Uhr ist vorbei und dann müssen wir morgen wieder arbeiten
00:28:06: gehen.
00:28:13: Eine neue Folge «Hundertvier Stunden Blackout» erscheint am nächsten Freitag.
00:28:17: Wenn ihr ein Tagesspiegel-Abo habt, dann könnt ihr sie schon eine Woche früher hören – den Link dazu findet ihr in den Shownotes!
00:28:24: Damit ihr keine Folge verpasst, abonniert «Hundert vier Stunden Black out» auf eurer Podcastplattform.
00:28:29: Erzählt euren Freund davon und lasst gern einen Kommentar oder eine Bewertung da.
00:28:33: Wir
00:28:34: wollen gerne von euch wissen, macht ihr euch Gedanken darüber wie ihr auf Stromausfälle, extreme Hitze oder andere Krisen vorbereitet seid?
00:28:43: Habt ihr Kurbelradios und Vorräte angeschafft oder habt ihr bisher eher keinen Plan?
00:28:49: Was sind eure Fragen zum Katastrophenschutz in Deutschland.
00:28:53: Die wollen wir hier im Podcast beantworten, zusammen mit Experten.
00:28:57: Schreibt uns an podcastatagespiegel.de.
00:29:17: Sebastian Leber, Kai Müller, Anke Mürre, Valeria Semenyuk und Karsten Wiedemann.
00:29:25: Skript Sonja Gillardt und Julius Geiler.
00:29:28: Schnitt Elisabeth Kraft, Hilda Lücker und Marvin Schwarz.
00:29:34: Produktion Sounddesign und Musik Marvin Schwarz.
00:29:38: Mitarbeit Hilda Löcker Melanie Proband Sandra Schumann und Morten Wencek.
00:29:44: Redaktion Sydney Gennes und Sonja Gillard.
00:29:48: Ein Dank geht an Laura Himmelreich, Murmad Abdi, Nassim Rath, Christina Plätt, Raissa Schreiner und Masha Fouquet.
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